„Manieren dominieren!"
Ein über zwei Meter großer Schnee-Adler im makellosen Frack. Majordomus aus Sternenfall, frisch ernannter Seraph der Nira — und auf Bildungsurlaub, der keiner ist.
Konzept in einem Atemzug
Percy ist ein hingebungsvoller Butler, der durch die Reinheit seiner Fürsorge unbewusst zu einem Seraph der Nira wurde. Seine Herrin Lady Elara Vance ist verschwunden — er vertuscht das Chaos mit höfischem Protokoll und macht sich auf die Suche.
Erscheinung
- Über zwei Meter groß, Schnee-Adler-Anatomie auf zwei Beinen.
- Makelloser dunkler Frack, weiße Brust, polierte Schuhe.
- Monokel am rechten Auge — eine pure Affektation, er sieht eigentlich besser ohne.
- Wie aus einem Gemälde aus Sternenfall direkt herausgetreten.
Persönlichkeit & Stimme
- Unerschütterlich. Ruhe selbst in Eissturm, Trolllager oder düsterem Kerker.
- Grenzenloser, oft unberechtigter Optimismus. Komisch durch den Kontrast zur tödlichen Eiswelt.
- Höfische, präzise Sprache. Übersetzt furchtbare Situationen in höfisches Protokoll.
- Nimmt seine Schutzbefohlenen — die Gruppe — todernst.
Themen / roter Faden
- Hingabe als spirituelle Praxis. Percy hat nie zwischen Etikette und Theologie unterschieden — beides ist die Form, in der man sich um andere kümmert.
- Ordnung als Glaubenssatz. Unordnung an der Welt ertragen, Unordnung an sich selbst nie.
- Loyalität gegen Gewissen. Er ist Rith'kar-loyal, weil seine Herrin es ist. Was, wenn diese Treue zueinander irgendwann auseinanderdriftet?
Die drei Säulen
Gimmick — Manieren dominieren
Sieht aus wie aus einem Sternenfall-Gemälde gestiegen. Wischt sich galant Schnee von der Schulter, rückt das Monokel zurecht, entschuldigt sich beim Feind, bevor er zuschlägt. Witz aus dem absurden Kontrast zur dreckigen Eiswelt.
Conflict — Die Fassade halten
Persönlicher Majordomus von Lady Elara Vance — engste Beraterin von Lillia Vess Rith'kar. Lady Elara ist verschwunden, nachdem sie Unregelmäßigkeiten in Fungaard untersuchen wollte. Percy ist offiziell auf "Bildungsurlaub", sucht aber heimlich nach ihr. Muss die Fassade aufrechterhalten — darf die Rith'kar nicht offen verraten — bemerkt aber zunehmend, dass in Fungaard Dinge geschehen, die selbst seinen moralischen Prinzipien zuwiderlaufen.
Want — Ordnung wiederherstellen
- Oberflächlich: Lady Elara finden, damit der Dienstplan in Sternenfall wieder funktioniert.
- Tief und heilig: Die Samen der Sommer-Teeblätter finden — angeblich in einem legendären Gewächshaus aus der Zeit vor der Winterzählung verschollen — um endlich richtigen Tee aufbrühen zu können statt diesem bitteren schwarzem Pilz-Tee aus Fungaard.
- Want → Need: Dass die Ordnung Mittel war, nicht Zweck. Dass die Hingabe, die ihn zum Seraph gemacht hat, den Menschen galt, nicht der Form — und dass die Form Schweigen verlangt, das die Menschen ihn lehren zu brechen. Lernen, das Ungesagte auszusprechen: Cassian zu fragen, den Brief zu öffnen, die Karte zu falten, Mareth zu suchen, der Mutter aus den Hohlen Klippen zu antworten, und der Party irgendwann zu sagen, was er denkt — statt was er sagen darf.
Marotten
- Unordnung an der eigenen Person ist schlimmer als Schaden. Blut auf dem Frack ist eine Beleidigung. Zückt mitten in der Aktion Bürsten oder kleine Zaubertricks: „Das war pure Seide aus Estmark, Sie unkultiviertes Biest!"
- Verweigert Vulgarität und Panik. Übersetzt alles ins höfische Protokoll. Ein Werwolf ist ein „unangekündigter Besucher mit nicht zu rechtfertigendem Tischverhalten".
- Behandelt die Gruppe als Schutzbefohlene. Zupft Krägen zurecht, wischt Schmutz aus Gesichtern (ungefragt), stellt sich ohne Zögern schützend vor sie.
Was ich am Tisch zeigen will
- Die Komik des Kontrasts — Frack im Eissturm, Tee im Trolllager.
- Der stoische Beschützer unter dem exzentrischen Butler.
- Stille Ermittlung — Percy spielt die Naivität, ist aber wachsamer als er wirkt.
- Eventuell: das moralische Aufweichen, wenn er in Fungaard Dinge sieht, die nicht mehr zu rechtfertigen sind.